Wer sagt aber überhaupt, dass wir gefordert sind, die Welt zu verändern? Hat Gott sie nicht gut geschaffen? Mit der Fastenaktion 2018 sagen die Kirchen in Deutschland:

Doch, die Welt braucht Veränderung. Im Vertrauen auf die Zusage Gottes kann die Menschheit einen anderen Weg einschlagen. Menschengemachter Hunger, Ausgrenzung, Flucht und Umweltzerstörung sind nicht hinnehmbar. In jedem der mehr als 815 Millionen Menschen, die hungern, wird die Würde der Schöpfung Gottes verletzt. Mit einem Lebensstil und einer Wirtschaft, die den Klimawandel anheizen, Erde und Wasser unbrauchbar

machen, wird die Schöpfung Gottes verletzt. Die Sorge um das gute Leben aller Menschen und die Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen verlangen nach unserer Haltung mit klarem Ja und Nein:

 

NEIN - wir haben kein Recht, gedanken- und tatenlos die Früchte der Globalisierung zu genießen.

NEIN - wir haben nicht das Recht, uns nicht zu verändern.

NEIN - zu einer Wirtschaft, die tötet, weil sie nur am Profit für die Jetzt-schon-Reichen orientiert ist.

NEIN - es muss kein Traum bleiben, endlich füreinander Verantwortung zu übernehmen.

 

JA - wir Christen müssen die Frage beantworten: Wie wollen wir leben, damit alle leben können?

JA - wir Christinnen und Christen glauben an die Gottebenbildlichkeit eines jeden Menschen.

JA - unsere Welt ist das gemeinsame Haus, in dem wir zusammenleben wollen.

JA - Wir können uns gegenseitig den Rücken stärken und gutes Leben für alle schaffen.

 

Die Welt braucht Veränderung! Und es eilt! Jede und jeder kann allein und mit anderen beginnen, die Welt zu verändern. Als Christen und Christinnen dürfen wir darauf hoffen, dass Gott uns auf unseren persönlichen und gemeinsamen Wegen zu Gerechtigkeit und Umweltschutz mit seinem Geist begleitet.

Deshalb können Sie an jedem Tag in dieser Fastenzeit die Frage beantworten: Heute schon die Welt verändert?

© 2013 St. Altfrid Gifhorn / Meine